Schade, dass ich keine Frau bin. Wenn ich eine wäre, könnte ich ein kürzlich im Internet beworbenes Gesundheitswochenende "voller Spaß und Herzlichkeit" (Herren ist der Zutritt verboten) buchen. Ich würde dann womöglich endlich mal "innehalten" und lernen, wie ich "durch das Aussschöpfen" meines Potentials "gesünder und ausgeglichener den Alltag" bewältige. Ach ja, und selbstredend möchte auch ich "mehr Energie".
Im Moment wäre mir vor allem Energie aus unseren Erdwärmekabeln lieb. Aber eben diese gucken ja nur aus dem Boden vor dem Haus. Dank der Insolvenz unseres Bauträgers werden wir ca. 2000 Euro dafür zahlen, dass sie auch ins Haus kommen. Super! Dazu dann noch eine vierstellige Summe für die Sanierung des mangelhaft angebrachten Wärmedämmverbundsystems (nette Kreuzfugen, teilweise kein Kleber hinter den Platten, und aus den Ritzen, die nicht mit Bauschaum veredelt wurden, sickert zum Teil Wasser), eine fünfstellige für den Außenputz, eine hohe vierstellige für die Sanitärarbeiten, 1500 Euro für die fehlenden Absturzsicherungen, 700 Euro für die noch nicht montierten Fallrohre, alleine das Angebot für unsere Innentüren beläuft sich auf 6445 Euro - und das Baustellen-Gerüst müssen wir selbst weiter mieten.
Unsere Klinker-Schmutzleiste können wir ohnehin vergessen, weil der Rohbauer, der sie anbringen wollte, leider an den Bauten gegenüber die Arbeit eingestellt hat. Und wer weiß, ob er noch einmal wiederkommt. Statt Klinker kommt jetzt unten an den Putz die RAL-Farbe 7016, sprich: Anthrazit, passend zu den Fenstern. Immerhin bleibt uns ein Klinker-Stein-Muster (Modell Altberlin von Hagemeister). Wir werden ihm einen Ehrenplatz in der Vitrine einräumen. Von Steinen soll schließlich auch positive Energie ausgehen.
Unser Minus ist sicher nicht mit dem anderer Bauherren zu vergleichen, aber es wird auf jeden Fall ganz locker fünfstellig. Mal im Ernst, eigentlich braucht man ja gar kein Gesundheits-Wochenende, um Energie zu tanken. So eine handelsübliche Insolvenz setzt schon mehr als genug Energie frei. Inzwischen haben wir (fast) alle Planungs-Baustellen abgearbeitet, die meisten Gewerke sind vergeben, die Firma Fußbodentechnik Raatz aus Dortmund hat einen Teil der Böden (sensationell gut) gelegt - wie man sieht:
Die Firma Lagoda hat die Garagen-Dachdeckerarbeiten vorangetrieben, heute haben wir außerdem den ersten Anstrich der Dachunterstände abgeschlossen (Dank an Nachbar Alex fürs Helfen!) und innen ist unser Maler so gut wie fertig. Das Bild unten zeigt die Wand zwischen Wohnzimmer und Küche. Die Doppelflügelschiebetür fehlt noch. An den langen Teil der Wand stellen wir übrigens unser altes, weißes Büffet. Mit einer Ausnahme werden die Wände ansonsten weiß.
Nach der Bestandsaufnahme am Montag mit dem Sachverständigen wird auch unser Elektriker die Arbeit wieder aufnehmen. Nur in Sachen Sanitär und Innentüren müssen wir nochmal den Taschenrechner anschalten und eine Entscheidung treffen. In diesem Fall wird Dank der Insolvenz weniger wohl leider mehr sein müssen.
P.S.: Der von der Firma Nienaber beauftragte Architekt hat uns in der vergangenen Woche mit der netten Bemerkung, wir würden uns andernfalls strafbar machen, verboten, seine Planungsleistungen für unser Haus weiter zu nutzen. Mal abgesehen davon, dass wir sie nicht mehr benötigen und die entsprechenden Zeichnungen von unserer Homepage verbannt haben, schreibe ich an dieser Stelle lieber nicht, was mir spontan zu seinem Schreiben einfällt und wonach mir gerade der Sinn steht. Sonst würde ich mich nämlich in der Tat strafbar machen...
Janina und Sascha bauen ihr Nest. Sohn Mika darf zuschauen und sich auf den Garten freuen.
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Samstag, 25. Februar 2012
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Tag 93 - Mängel weitgehend behoben
Gute Nachrichten von der Baustelle. Am Dienstag hatten wir den dritten Termin mit unserem Bausachverständigen, dem Bauleiter und der Firma G. bezüglich der nicht fachgerechten Anbringung des Wärmedämmverbundsystems. Zu unserer Überraschung hat sich ein Mitarbeiter der Firma G. bei uns für die vielen Fehler entschuldigt. Diese seien vor allem personellen Problemen (Vorarbeiter krank, Zeitdruck) geschuldet gewesen.
Die Gründe für den Murks waren uns egal, aber immerhin gab es Einsicht, und als Konsequenz deutlich ausgebesserte Arbeiten. Unser Bausachverständiger war zufrieden, es seien nun nur noch Details zu erledigen, ein weiterer Ortstermin vor der Aufbringung des Armierungsputzes wäre nicht mehr erforderlich. An dieser Stelle sei auch noch einmal erwähnt, dass die beiden jüngsten Sachverständigen-Termine auf Kosten der Firma Nienaber gingen. Dort war man wirklich sehr bemüht darum, ordentliche Qualität abzuliefern.
Apropos: Gestern sollte unsere Haustür noch einmal aus- und wieder eingebaut werden, weil laut dem Sachverständigen ein Zwei-Zentimeter-Spalt entstanden war, der nicht fachgerecht gedämmt werden konnte (Bauschaum ist zu diesem Zweck offenbar nur bis zu einer Breite von 0,5 Zentimetern, aber nicht bis zu zwei Zentimetern erlaubt). Und der Elektriker musste schließlich noch zwei Kabel mit der Ummantelung in die Dosen führen. Da fehlten bislang ein paar Millimeter Ummantelung. Herr Hoff lässt sich diese Nachbesserungen durch Fotos, die unser Bauleiter macht, nachweisen. Aber das wär's dann auch an Beanstandungen.
Und so geht's weiter: In dieser Woche wird der Q3-Innnenputz auf Wände und Decken aufgetragen. Übrigens nicht wie ursprünglich geplant von der Firma G. Nienaber Massivhaus hat sich kurzfristig entschlossen, die Arbeiten doch anderweitig zu vergeben. Anfang nächster Woche werden dann die Schläuche der Fußbodenheizung verlegt, und noch vor Weihnachten soll der Estrich ins Haus. Wenn das Wetter es (endlich mal) zulässt, folgen die Dachdeckerarbeiten auf unserer Garage.
Wir nehmen also wieder Fahrt auf. Was man übrigens schon daran sieht, dass die Versorgerarbeiten zwei Wochen früher als geplant durchgeführt und abgeschlossen werden konnten. Alle Gräben sind inzwischen wieder zugeschüttet. Dickes Dankeschön für Flexibilität, Schnelligkeit und Gründlichkeit an den Versorgerarbeiten-Koordinator Herrn Schwarz und sein Team! Auf ihn können sich alle Altenbruchler echt freuen. Da haben wir schon ganz andere Versorger-Geschichten aus anderen Baugebieten gehört...
Die Gründe für den Murks waren uns egal, aber immerhin gab es Einsicht, und als Konsequenz deutlich ausgebesserte Arbeiten. Unser Bausachverständiger war zufrieden, es seien nun nur noch Details zu erledigen, ein weiterer Ortstermin vor der Aufbringung des Armierungsputzes wäre nicht mehr erforderlich. An dieser Stelle sei auch noch einmal erwähnt, dass die beiden jüngsten Sachverständigen-Termine auf Kosten der Firma Nienaber gingen. Dort war man wirklich sehr bemüht darum, ordentliche Qualität abzuliefern.
Apropos: Gestern sollte unsere Haustür noch einmal aus- und wieder eingebaut werden, weil laut dem Sachverständigen ein Zwei-Zentimeter-Spalt entstanden war, der nicht fachgerecht gedämmt werden konnte (Bauschaum ist zu diesem Zweck offenbar nur bis zu einer Breite von 0,5 Zentimetern, aber nicht bis zu zwei Zentimetern erlaubt). Und der Elektriker musste schließlich noch zwei Kabel mit der Ummantelung in die Dosen führen. Da fehlten bislang ein paar Millimeter Ummantelung. Herr Hoff lässt sich diese Nachbesserungen durch Fotos, die unser Bauleiter macht, nachweisen. Aber das wär's dann auch an Beanstandungen.
Und so geht's weiter: In dieser Woche wird der Q3-Innnenputz auf Wände und Decken aufgetragen. Übrigens nicht wie ursprünglich geplant von der Firma G. Nienaber Massivhaus hat sich kurzfristig entschlossen, die Arbeiten doch anderweitig zu vergeben. Anfang nächster Woche werden dann die Schläuche der Fußbodenheizung verlegt, und noch vor Weihnachten soll der Estrich ins Haus. Wenn das Wetter es (endlich mal) zulässt, folgen die Dachdeckerarbeiten auf unserer Garage.
Wir nehmen also wieder Fahrt auf. Was man übrigens schon daran sieht, dass die Versorgerarbeiten zwei Wochen früher als geplant durchgeführt und abgeschlossen werden konnten. Alle Gräben sind inzwischen wieder zugeschüttet. Dickes Dankeschön für Flexibilität, Schnelligkeit und Gründlichkeit an den Versorgerarbeiten-Koordinator Herrn Schwarz und sein Team! Auf ihn können sich alle Altenbruchler echt freuen. Da haben wir schon ganz andere Versorger-Geschichten aus anderen Baugebieten gehört...
Freitag, 9. Dezember 2011
Tag 88 - Schnapszahl und Schnaps
"Wo ist unser Schnaps?" Mit diesen Worten begrüßte mich Sascha. Und ich kann Euch sagen, er sah so gar nicht aus,als sei er in Feierlaune.
Nach dem Lesen des Protokolls von unserem Bausachverständigem Herrn Hoff hatte auch ich ziemliche Lust, zur Flasche zu greifen (was ich aus bekanntem Grund nur leider momentan nicht darf). Aber der Satz unter Punkt 13 (!) trieb einem schon die Tränen in die Augen: "Aufgrund der Vielzahl der Beanstandungen wird das Protokoll diesbezüglich jetzt nicht fortgesetzt." Das muss man erstmal sacken lassen! Obwohl wir schon wussten, dass Herr Hoff während des Termins am Dienstag etwas gefunden hatte, war uns das Ausmaß bis gestern nicht klar...
Fast alle der Zahl 13 vorausgegangenen Punkte des Prokolls bezogen sich übrigens auf die Dämmung unserer Fassade. Jeder hat eine zweite Chance verdient, klar. Deshalb hatte die Firma G. ja auch bis heute Zeit, an einer Seite unseres Hauses zu demonstrieren, dass sie es besser kann. Also, wenn ich Mist gebaut habe, erwischt werde, und zeigen darf, dass ich es besser kann, dann reiße ich mir ja sowas von den Arsch auf...heute mussten wir aber erfahren, dass das in der Baubranche wohl etwas anders läuft. Zitat Hoff nach dem Begutachten der "ausgebesserten" Fassade: "Das ist ja fast schlimmer als vorher!". Schluck. Klos im Hals.
Nach der Antwort des Vertreters der betreffenden Firma, dass das "halt Handwerk" sei, ging meine Fantasie mit mir durch: Was wäre, wenn ich jetzt einfach ganz doll anfangen würde zu weinen... oder diesen Mann einfach auslachen würde... oder ihn einfach umgrätschen würde, und er rücklings in den gerade von den Versorgern ausgehobenen Graben fiele?
Diese Bilder begleiteten mich noch mit ins Haus und verschwanden erst langsam, als ich mitbekam, dass die von Herrn Hoff im vorigen Protokoll beschriebenen Beanstandungen von den restlichen Firmen ausgebessert oder neu gemacht wurden. Auch Dank der Unterstützung der Firma Nienaber, der sehr daran gelegen ist, dass die von ihr beauftragten Unternehmen ordentliche Resultate abliefern.
Aber was passiert jetzt mit unserem total verbockten Wärmedämmverbundsystem an der Außenfassade? Wir einigten uns mit Bauleiter Wechsler und Herrn Nienaber darauf, dass die Firma G. so lange ausbessern oder von uns aus auch alles neu machen muss, bis Herr Hoff nichts mehr zu beanstanden hat. Alles ohne zusätzliche Kosten für uns. Herr Hoff wird also Termin, um Termin um Termin bei uns haben - bis das WDVS fachgerecht aufgebracht ist. Ist es das nicht, wird auch nicht verputzt. Basta!
Es gibt nur eine Sache, die uns auch heute Nacht wieder unruhig schlafen lassen wird: Unser Innenputz wird auch von der Firma G. gemacht. Aber zum Glück haben wir ja unseren Gutachter Herrn Hoff!
In diesem Sinne: Gute Nacht Herr Hoff, gute Nacht Herr Nienaber, gute Nacht Herr Wechsler, schlechte Nacht Herr G.!
Janina
(Sascha entspannt sich in der Badewanne - wahrscheinlich mit seiner Flasche Schnaps. Man weiß es nicht.)
Nach dem Lesen des Protokolls von unserem Bausachverständigem Herrn Hoff hatte auch ich ziemliche Lust, zur Flasche zu greifen (was ich aus bekanntem Grund nur leider momentan nicht darf). Aber der Satz unter Punkt 13 (!) trieb einem schon die Tränen in die Augen: "Aufgrund der Vielzahl der Beanstandungen wird das Protokoll diesbezüglich jetzt nicht fortgesetzt." Das muss man erstmal sacken lassen! Obwohl wir schon wussten, dass Herr Hoff während des Termins am Dienstag etwas gefunden hatte, war uns das Ausmaß bis gestern nicht klar...
Fast alle der Zahl 13 vorausgegangenen Punkte des Prokolls bezogen sich übrigens auf die Dämmung unserer Fassade. Jeder hat eine zweite Chance verdient, klar. Deshalb hatte die Firma G. ja auch bis heute Zeit, an einer Seite unseres Hauses zu demonstrieren, dass sie es besser kann. Also, wenn ich Mist gebaut habe, erwischt werde, und zeigen darf, dass ich es besser kann, dann reiße ich mir ja sowas von den Arsch auf...heute mussten wir aber erfahren, dass das in der Baubranche wohl etwas anders läuft. Zitat Hoff nach dem Begutachten der "ausgebesserten" Fassade: "Das ist ja fast schlimmer als vorher!". Schluck. Klos im Hals.
Nach der Antwort des Vertreters der betreffenden Firma, dass das "halt Handwerk" sei, ging meine Fantasie mit mir durch: Was wäre, wenn ich jetzt einfach ganz doll anfangen würde zu weinen... oder diesen Mann einfach auslachen würde... oder ihn einfach umgrätschen würde, und er rücklings in den gerade von den Versorgern ausgehobenen Graben fiele?
Diese Bilder begleiteten mich noch mit ins Haus und verschwanden erst langsam, als ich mitbekam, dass die von Herrn Hoff im vorigen Protokoll beschriebenen Beanstandungen von den restlichen Firmen ausgebessert oder neu gemacht wurden. Auch Dank der Unterstützung der Firma Nienaber, der sehr daran gelegen ist, dass die von ihr beauftragten Unternehmen ordentliche Resultate abliefern.
Aber was passiert jetzt mit unserem total verbockten Wärmedämmverbundsystem an der Außenfassade? Wir einigten uns mit Bauleiter Wechsler und Herrn Nienaber darauf, dass die Firma G. so lange ausbessern oder von uns aus auch alles neu machen muss, bis Herr Hoff nichts mehr zu beanstanden hat. Alles ohne zusätzliche Kosten für uns. Herr Hoff wird also Termin, um Termin um Termin bei uns haben - bis das WDVS fachgerecht aufgebracht ist. Ist es das nicht, wird auch nicht verputzt. Basta!
Es gibt nur eine Sache, die uns auch heute Nacht wieder unruhig schlafen lassen wird: Unser Innenputz wird auch von der Firma G. gemacht. Aber zum Glück haben wir ja unseren Gutachter Herrn Hoff!
In diesem Sinne: Gute Nacht Herr Hoff, gute Nacht Herr Nienaber, gute Nacht Herr Wechsler, schlechte Nacht Herr G.!
Janina
(Sascha entspannt sich in der Badewanne - wahrscheinlich mit seiner Flasche Schnaps. Man weiß es nicht.)
Montag, 21. November 2011
Tag 71
Nach dem Baustellenbesuch heute Morgen musste ich (Sascha) erstmal eine Beruhigungstablette einschmeißen. Die Gefahr, dass ich dem nächsten Passanten einfach an die Gurgel springe, war einfach zu groß. VIELEN DANK DER GEISTIGEN SCHLAMMAMÖBE, DIE UNSEREN ESTRICH ZERSTÖRT HAT!
Am Samstag haben wir einen Verbundestrich in die Garage gelegt und alle Eingänge mit Planen, Bauzäunen, Brettern, etc. versperrt. Leider hat das irgendeinen Vollpfosten nicht davon abgehalten, alles beiseite zu schieben, die Folie abzureißen und auf dem noch nicht getrockneten Estrich rumzulatschen. Überall sind jetzt tiefe Fußspuren, und im Bereich der Tür zum Garten ist sogar ein ordentliches Stück rausgebrochen (siehe Fotos). Mich würde echt mal interessieren, wie viel Stroh jemand im Hirn hat, der sowas macht. Besser für ihn, wenn ich nie rausbekomme, wer es war...
Der Ortstermin mit unserem Bausachverständigen und unserem Bauleiter hat mich übrigens auch nicht gerade aufheitern können. Ich will dem Sachverständigen-Protokoll, das wir hier natürlich in Auszügen einstellen werden, nicht vorgreifen, aber es gibt Mängel in allen Gewerken. Und das nervt mich, auch wenn Herr Hoff uns mitteilte: "Es ist nichts Dramatisches dabei. Noch können die Mängel allesamt beseitigt werden. Und bei meinem nächsten Termin werde ich sehen, ob das geschehen ist."
Die Rohbauer haben an einigen Stellen laut Bauleiter die Zeichnungen zunächst falsch gelesen und mussten notdürftig zumindest eine bodentiefe Fensteröffnung verkleinern, weshalb nun unbedingt Matten mit eingeputzt werden müssen - sonst droht Rissbildung.
Die Zimmerleute haben - wenn ich das richtig verstanden habe - die Balken unter der Mittelpfette nicht fachgerecht stabilisiert, sodass sich der Dachstuhl mit der Zeit "setzen" kann, wenn nicht nachgebessert wird.
Bei den Dacharbeiten wurden die Bleianschlüsse kritisiert, und die Arbeiten an den Kehlen sind offenbar nicht abgeschlossen.
Wir sind jetzt jedenfalls gespannt, wie schnell die Firma Nienaber die betreffenden Firmen dazu bringt, die Mängel zu beseitigen. Die Stoppuhr läuft...
Am Samstag haben wir einen Verbundestrich in die Garage gelegt und alle Eingänge mit Planen, Bauzäunen, Brettern, etc. versperrt. Leider hat das irgendeinen Vollpfosten nicht davon abgehalten, alles beiseite zu schieben, die Folie abzureißen und auf dem noch nicht getrockneten Estrich rumzulatschen. Überall sind jetzt tiefe Fußspuren, und im Bereich der Tür zum Garten ist sogar ein ordentliches Stück rausgebrochen (siehe Fotos). Mich würde echt mal interessieren, wie viel Stroh jemand im Hirn hat, der sowas macht. Besser für ihn, wenn ich nie rausbekomme, wer es war...
Der Ortstermin mit unserem Bausachverständigen und unserem Bauleiter hat mich übrigens auch nicht gerade aufheitern können. Ich will dem Sachverständigen-Protokoll, das wir hier natürlich in Auszügen einstellen werden, nicht vorgreifen, aber es gibt Mängel in allen Gewerken. Und das nervt mich, auch wenn Herr Hoff uns mitteilte: "Es ist nichts Dramatisches dabei. Noch können die Mängel allesamt beseitigt werden. Und bei meinem nächsten Termin werde ich sehen, ob das geschehen ist."
Die Rohbauer haben an einigen Stellen laut Bauleiter die Zeichnungen zunächst falsch gelesen und mussten notdürftig zumindest eine bodentiefe Fensteröffnung verkleinern, weshalb nun unbedingt Matten mit eingeputzt werden müssen - sonst droht Rissbildung.
Die Zimmerleute haben - wenn ich das richtig verstanden habe - die Balken unter der Mittelpfette nicht fachgerecht stabilisiert, sodass sich der Dachstuhl mit der Zeit "setzen" kann, wenn nicht nachgebessert wird.
Bei den Dacharbeiten wurden die Bleianschlüsse kritisiert, und die Arbeiten an den Kehlen sind offenbar nicht abgeschlossen.
Wir sind jetzt jedenfalls gespannt, wie schnell die Firma Nienaber die betreffenden Firmen dazu bringt, die Mängel zu beseitigen. Die Stoppuhr läuft...
Dienstag, 8. November 2011
Tag 58
Nein, wir sind nicht ausgewandert. Und unser Server funktioniert auch noch. Seit Tag 47, der Tag unseres letzten Eintrags, ist auf der Baustelle einfach nur nichts passiert. Leider! Deshalb gibt's übrigens auch keine neuen Fotos. Unser Haus sieht an Tag 58 genauso aus wie an Tag 47. Bei Bedarf also bitte runterscrollen...
Eigentlich hätte das Dach in der vergangenen Woche schon gedeckt sein sollen, und der Termin mit dem Versorger-Koordinator, der erst dann vorstellig wird, wenn das Haus dicht ist, war für Ende November in Aussicht gestellt. Stattdessen sehen wir die anderen Bauten wachsen, und vor unserem Haus stehen Stand 8. Dezember, 11 Uhr, noch immer die verschweißten Paletten mit den Dachziegeln.
Herr Nienaber hat uns auf unsere Anfrage hin heute Morgen mitgeteilt, dass die Dachdecker ab dem Mittag vor Ort sind und die Folie sowie die Verlattung angebracht wird. Morgen soll ein Teil des Dachs eingedeckt werden, und ab Dienstag gehe es dann weiter. In der kommenden Woche würden auch die Fenster ganz sicher eingebaut, sodass der Bau dann definitiv dicht wäre. Natürlich berichten wir hier, ob's so kommt.
Ach ja, nicht ganz unwichtig: Wir hoffen, dass wir zeitnah auch den Bauzeitenplan erhalten, denn wir müssen langsam, aber sicher unsere Wohnung kündigen. Uns gegenüber wurde immer betont, der Einzug im März sei "kein Problem". Hoffentlich bleibt es dabei...
Positiver Aspekt der vergangenen Tage: Unser Bauleiter hat uns bei der Garagendach-Entwässerung mit einigen Tipps und Telefonnummern auf die Sprünge geholfen. Die Garage ist ja unsere Privatsache und eigentlich nicht sein Ding. Leider wurde beim Rohbau allerdings nicht daran gedacht, dass der Betonklotz auch entwässert werden muss. Sprich: Es ist kein Loch im Boden, und erst recht keines im Dach. Laut unserem Bausachverständigen Herrn Hoff kann der Dachdecker das aber nacharbeiten, Herr Wechsler hat einen Kontakt hergestellt - und wir warten jetzt u.a. auf das Angebot der Firma Holzpunkt.
Eigentlich hätte das Dach in der vergangenen Woche schon gedeckt sein sollen, und der Termin mit dem Versorger-Koordinator, der erst dann vorstellig wird, wenn das Haus dicht ist, war für Ende November in Aussicht gestellt. Stattdessen sehen wir die anderen Bauten wachsen, und vor unserem Haus stehen Stand 8. Dezember, 11 Uhr, noch immer die verschweißten Paletten mit den Dachziegeln.
Herr Nienaber hat uns auf unsere Anfrage hin heute Morgen mitgeteilt, dass die Dachdecker ab dem Mittag vor Ort sind und die Folie sowie die Verlattung angebracht wird. Morgen soll ein Teil des Dachs eingedeckt werden, und ab Dienstag gehe es dann weiter. In der kommenden Woche würden auch die Fenster ganz sicher eingebaut, sodass der Bau dann definitiv dicht wäre. Natürlich berichten wir hier, ob's so kommt.
Ach ja, nicht ganz unwichtig: Wir hoffen, dass wir zeitnah auch den Bauzeitenplan erhalten, denn wir müssen langsam, aber sicher unsere Wohnung kündigen. Uns gegenüber wurde immer betont, der Einzug im März sei "kein Problem". Hoffentlich bleibt es dabei...
Positiver Aspekt der vergangenen Tage: Unser Bauleiter hat uns bei der Garagendach-Entwässerung mit einigen Tipps und Telefonnummern auf die Sprünge geholfen. Die Garage ist ja unsere Privatsache und eigentlich nicht sein Ding. Leider wurde beim Rohbau allerdings nicht daran gedacht, dass der Betonklotz auch entwässert werden muss. Sprich: Es ist kein Loch im Boden, und erst recht keines im Dach. Laut unserem Bausachverständigen Herrn Hoff kann der Dachdecker das aber nacharbeiten, Herr Wechsler hat einen Kontakt hergestellt - und wir warten jetzt u.a. auf das Angebot der Firma Holzpunkt.
Montag, 17. Oktober 2011
Tag 36
Der Niederschlagspegel fiel in den vergangenen Tagen bis auf Null - unser Gute-Laune-Pegel dagegen kletterte. Endlich konnten die Maurer im Obergeschoss weiterbauen. Noch sieht es zwar nicht so aus, aber das Richtfest ist greifbar nah.
In der kommenden Woche soll laut Bauleiter der Dachstuhl mitsamt Folie und Verlattung auf dem OG sein. In zwei bis drei Wochen kommen dann Fenster und Türen rein, am Mittwoch lassen wir das Aufmaß für das Garagentor und die Nebentür nehmen.
Ganz nebenbei haben wir heute dank der tollen Hilfe von Janinas Onkel schon das Ausbaupaket für den Spitzboden bestehend aus Dämmwolle, Dampfsperren-Folie, Klebeband, Latten, Gipskartonplatten, Schrauben und Spachtelmasse geordert.
Eine Bitte an die Bauherren des schon fertiggestellten Altenbruch-Bauabschnitts 1, die hier eventuell mitlesen: Wir haben inzwischen mehrfach spielende Kinder in unserem Rohbau freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen, dass diese Baustelle mitsamt Leiter ins OG kein Spielplatz ist. In der vergangenen Woche haben zwei Kinder offenbar sogar im Rohbau gezündelt. Es wäre wirklich nett, wenn Ihr ein wenig auf die Kiddies einwirken könntet. Vor allem der Gesundheit wegen!
So, jetzt ein paar Fotos von heute Nachmittag:
In der kommenden Woche soll laut Bauleiter der Dachstuhl mitsamt Folie und Verlattung auf dem OG sein. In zwei bis drei Wochen kommen dann Fenster und Türen rein, am Mittwoch lassen wir das Aufmaß für das Garagentor und die Nebentür nehmen.
Ganz nebenbei haben wir heute dank der tollen Hilfe von Janinas Onkel schon das Ausbaupaket für den Spitzboden bestehend aus Dämmwolle, Dampfsperren-Folie, Klebeband, Latten, Gipskartonplatten, Schrauben und Spachtelmasse geordert.
Eine Bitte an die Bauherren des schon fertiggestellten Altenbruch-Bauabschnitts 1, die hier eventuell mitlesen: Wir haben inzwischen mehrfach spielende Kinder in unserem Rohbau freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen, dass diese Baustelle mitsamt Leiter ins OG kein Spielplatz ist. In der vergangenen Woche haben zwei Kinder offenbar sogar im Rohbau gezündelt. Es wäre wirklich nett, wenn Ihr ein wenig auf die Kiddies einwirken könntet. Vor allem der Gesundheit wegen!
So, jetzt ein paar Fotos von heute Nachmittag:
Ansicht aus Nordost
Ansicht aus dem Süden (hier wird der Garten sein, wenn der Himalaya abgetragen ist)
Eingangsseite (Norden)
Eingangseite (Norden)
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Tag 31
Es regnet und regnet und regnet... Aber das dürfte Euch wohl auch schon aufgefallen sein. Jedenfalls verhindert dieses Wetter momentan die Maurerarbeiten im Obergeschoss. Im Klartext bedeutet das: Stillstand auf unserer Baustelle.
Unser Bauleiter hat uns heute angerufen, um uns mitzuteilen, dass das Richtfest nicht nächste Woche sondern eine Woche später stattfinden wird. Allerdings sei es immer noch realistisch, dass wir im März einziehen können. HOFFENTLICH!
Fotos gibt es heute auch nicht. Statt zur verlassenen im Matsch versinkenden Baustelle zu fahren, haben wir es nämlich vorgezogen ein wenig durchs BAUHAUS zu laufen bzw. in Saschas Fall wegen des Schienbeinbruchs zu humpeln. Wir wollten mal schauen, ob man das Hörmann-Garagentor und die Garagentür hier nicht billiger bekommen kann. Und siehe da: Das Tor, auch von Hörmann, wurde uns hier zum Aktionspreis angeboten. Der Fachhändler hingegen wollte vor allem teure Systeme im Baukastensystem verkaufen.
Ganz nebenbei haben wir im Baumarkt noch eine schöne Glasschiebetür für unseren begehbaren Kleiderschrank gesehen. Und entgegen unserer Erwartung war die Beratung sogar richtig gut. Danke, Herr Hamburger!
Wir verabschieden uns in der Hoffnung, dass Petrus ab sofort ein wenig Mitleid mit ungeduldigen Bauherren zeigt...
Sascha und Janina
Unser Bauleiter hat uns heute angerufen, um uns mitzuteilen, dass das Richtfest nicht nächste Woche sondern eine Woche später stattfinden wird. Allerdings sei es immer noch realistisch, dass wir im März einziehen können. HOFFENTLICH!
Fotos gibt es heute auch nicht. Statt zur verlassenen im Matsch versinkenden Baustelle zu fahren, haben wir es nämlich vorgezogen ein wenig durchs BAUHAUS zu laufen bzw. in Saschas Fall wegen des Schienbeinbruchs zu humpeln. Wir wollten mal schauen, ob man das Hörmann-Garagentor und die Garagentür hier nicht billiger bekommen kann. Und siehe da: Das Tor, auch von Hörmann, wurde uns hier zum Aktionspreis angeboten. Der Fachhändler hingegen wollte vor allem teure Systeme im Baukastensystem verkaufen.
Ganz nebenbei haben wir im Baumarkt noch eine schöne Glasschiebetür für unseren begehbaren Kleiderschrank gesehen. Und entgegen unserer Erwartung war die Beratung sogar richtig gut. Danke, Herr Hamburger!
Wir verabschieden uns in der Hoffnung, dass Petrus ab sofort ein wenig Mitleid mit ungeduldigen Bauherren zeigt...
Sascha und Janina
Samstag, 27. August 2011
Wir warten uns einen Wolf!
Seit dem 2. August liegt uns die Baugenehmigung vor. Heute haben wir den 27. August - und leider sieht unser Grundstück noch immer aus wie ein Dschungel. Kein Bagger, keine Bauarbeiter, keine Bodenplatte, nada, niente.
Aus der Zusage unseres Bauträgers, im August mit dem Hausbau zu beginnen, wird nichts. Gründe wurden uns im Nachhinein einige genannt: Urlaub und Krankheit etwa. Ehrlich gesagt hätten wir aber zumindest erwartet, dass man uns von gravierenden Verspätungen unterrichtet. Stattdessen blieb doch manche Kontaktaufnahme unsererseits lange unbeantwortet. Und dass es plötzlich hieß, unser Baubeginn sei ohnehin erst für die 39. KW vorgesehen, hat uns echt wütend gemacht. Wie gesagt: August war vereinbart und nicht Ende September/Anfang Oktober. Das ist für mich (Sascha) deshalb so wichtig, weil wir den Einzug für den März geplant haben - ein Monat, in dem ich Resturlaub nehmen und diesen für den Spitzbodenausbau, das Streichen, den Umzug, etc. hätte nutzen können. Im April dagegen - und ich vermute, darauf läuft es nun hinaus - habe ich nullkommanull Zeit. Das ist sehr, sehr ärgerlich.
Herr Nienaber hat mir in der vergangenen Woche jedenfalls Recht gegeben und versichert, der Baustart werde Mitte September erfolgen und nicht erst in der 39. KW. Auf sein Wort setzen wir nun.
Vorher müssen allerdings noch die Erd- und Entwässerungsarbeiten in Auftrag gegeben und erledigt werden. Zwei Angebote liegen vor - Firma X will rund 10.000 Euro, Firma Y 20.000 Euro. Wobei ich vermute, dass sich der immense Unterschied vor allem dadurch ergibt, dass Firma X Recycling-Material verwendet, das günstiger ist, von dem wir aber noch gar nicht wissen, ob die Stadt Waltrop es zulässt. Firma X geht offenbar zudem davon aus, dass die Kanalarbeiten in maximal 1,50 Metern Tiefe stattfinden können, während Firma Y meint, sie müssten zwingend in drei Metern Tiefe arbeiten, was die Kostenschraube natürlich zum Rotieren bringen würde. Da ich wegen der unterschiedlichen Leistungsbeschreibungen in den Angeboten wieder mal wie der Ochs vorm Berg stehe, warte ich nun darauf, dass Herr Rother von der Firma Lütkenhaus in der kommenden Woche die Offerten vergleicht und herausfiltert, was wirklich erledigt werden muss.
Die Essenz der ersten Erfahrungen von uns und einigen künftigen Nachbarn ist jedenfalls: Fast jede Budgetierung im Vorfeld wird letztlich ad absurdum geführt. Die Bodenverhältnisse sind Grundstück für Grundstück so unterschiedlich, dass der eine Nachbar durchaus Glück haben und knapp im Budget bleiben kann, beim direkten "Nebenmann" kann es aber schon wieder ganz anders aussehen. Wir haben sogar von Altenbruch-Bauherren gehört, deren Grund so sandig ist, dass sie nur auf einer speziellen Metallkonstruktion bauen dürfen, die ordentlich Zaster kostet. Zwischen 10.000 und 30.000 Euro für den Posten Erd- und Entwässerungsarbeiten scheint mir alles möglich zu sein. Auf den einen oder anderen könnte also eine böse Überraschung warten.
Sascha
P.S.: Wir sind immer wieder verblüfft, wie viele Leute sich inzwischen täglich hier auf dieser Seite tummeln. Heute oder morgen knacken wir die nächste Tausender-Schallmauer. Dabei haben wir noch nicht mal angefangen zu bauen...
Aus der Zusage unseres Bauträgers, im August mit dem Hausbau zu beginnen, wird nichts. Gründe wurden uns im Nachhinein einige genannt: Urlaub und Krankheit etwa. Ehrlich gesagt hätten wir aber zumindest erwartet, dass man uns von gravierenden Verspätungen unterrichtet. Stattdessen blieb doch manche Kontaktaufnahme unsererseits lange unbeantwortet. Und dass es plötzlich hieß, unser Baubeginn sei ohnehin erst für die 39. KW vorgesehen, hat uns echt wütend gemacht. Wie gesagt: August war vereinbart und nicht Ende September/Anfang Oktober. Das ist für mich (Sascha) deshalb so wichtig, weil wir den Einzug für den März geplant haben - ein Monat, in dem ich Resturlaub nehmen und diesen für den Spitzbodenausbau, das Streichen, den Umzug, etc. hätte nutzen können. Im April dagegen - und ich vermute, darauf läuft es nun hinaus - habe ich nullkommanull Zeit. Das ist sehr, sehr ärgerlich.
Herr Nienaber hat mir in der vergangenen Woche jedenfalls Recht gegeben und versichert, der Baustart werde Mitte September erfolgen und nicht erst in der 39. KW. Auf sein Wort setzen wir nun.
Vorher müssen allerdings noch die Erd- und Entwässerungsarbeiten in Auftrag gegeben und erledigt werden. Zwei Angebote liegen vor - Firma X will rund 10.000 Euro, Firma Y 20.000 Euro. Wobei ich vermute, dass sich der immense Unterschied vor allem dadurch ergibt, dass Firma X Recycling-Material verwendet, das günstiger ist, von dem wir aber noch gar nicht wissen, ob die Stadt Waltrop es zulässt. Firma X geht offenbar zudem davon aus, dass die Kanalarbeiten in maximal 1,50 Metern Tiefe stattfinden können, während Firma Y meint, sie müssten zwingend in drei Metern Tiefe arbeiten, was die Kostenschraube natürlich zum Rotieren bringen würde. Da ich wegen der unterschiedlichen Leistungsbeschreibungen in den Angeboten wieder mal wie der Ochs vorm Berg stehe, warte ich nun darauf, dass Herr Rother von der Firma Lütkenhaus in der kommenden Woche die Offerten vergleicht und herausfiltert, was wirklich erledigt werden muss.
Die Essenz der ersten Erfahrungen von uns und einigen künftigen Nachbarn ist jedenfalls: Fast jede Budgetierung im Vorfeld wird letztlich ad absurdum geführt. Die Bodenverhältnisse sind Grundstück für Grundstück so unterschiedlich, dass der eine Nachbar durchaus Glück haben und knapp im Budget bleiben kann, beim direkten "Nebenmann" kann es aber schon wieder ganz anders aussehen. Wir haben sogar von Altenbruch-Bauherren gehört, deren Grund so sandig ist, dass sie nur auf einer speziellen Metallkonstruktion bauen dürfen, die ordentlich Zaster kostet. Zwischen 10.000 und 30.000 Euro für den Posten Erd- und Entwässerungsarbeiten scheint mir alles möglich zu sein. Auf den einen oder anderen könnte also eine böse Überraschung warten.
Sascha
P.S.: Wir sind immer wieder verblüfft, wie viele Leute sich inzwischen täglich hier auf dieser Seite tummeln. Heute oder morgen knacken wir die nächste Tausender-Schallmauer. Dabei haben wir noch nicht mal angefangen zu bauen...
Montag, 18. Juli 2011
Baudurchsprache
Hallo an alle,
jetzt geht es Schlag auf Schlag. Wir haben heute gemeinsam mit dem Architekten Lütkenhaus, einem Bausachverständigen, der mit Herrn Lütkenhaus kooperiert, und unserem Bauleiter Lars Wechsler die Baudurchsprache hinter uns gebracht.
Im Grunde war uns gar nicht klar, was denn nun wieder auf uns zukommen würde. Nach 130-minütigem Brüten über Grundrissen und Ansichten müssen wir aber doch sagen, dass es sich gelohnt hat. Im Gäste-WC und im Haupt-Bad haben wir Vorsprünge, die sich zwangsläufig ergeben und den Räumen einen verwinkelten 50er-Jahre-Anstrich verliehen hätten, gnadenlos beerdigt. Sie verschwinden jetzt in deckenhohen Rigips-Wänden. Uns Laien wäre der eine oder andere Vorsprung im Grundriss ehrlich gesagt gar nicht negativ aufgestoßen. Gut, wenn man von außen nochmal darauf hingewiesen wird, wie manch ein Grundriss-Detail in der Realität aussehen wird. In etwa so hat es sich auch mit vier Frontfenstern verhalten, die a) zu klein und b) zu hoch angesetzt waren. Jetzt sieht's hoffentlich gut aus.
Anschließend haben wir noch die beiden Treppen, die Fenster und die zweiflügelige (schreibt man das so?) Haustür bemustert. Die Farbe der folierten Fenster war dank der von Herrn Wechsler mitgebrachten Muster schnell ausgesucht. Auch mit der Tür waren wir in zehn Minuten fertig. Da reichte ein bisschen Blättern im Katalog. Es wird die Tür auf dem Foto unten. Allerdings lassen wir sie wie die Fenster anthrazit folieren, damit das weiß verputzte Haus nicht wie eine Skipiste aussieht. Ach ja, und statt Klarglas kommt ganz leicht satiniertes Glas hinein.
Deutlich komplizierter war's im Treppenstudio in Holzwickede. Vorab: Schon vor längerer Zeit haben wir uns auf folgenden Bodenbelag festgelegt:
Deshalb hatten wir auch klare Vorstellungen von einer dazu passenden Treppe (handlauftragende Vollholztreppe nebst Wandwange mit geschwungenem Handlauf - alles in Weiß bis mit Ausnahme der tiefdunklen, offenen Stufen und Pfostenköpfe, die wir uns schon ausgesucht hatten). Leider stellte sich heraus, dass dieses Treppenstudio lediglich eine Art Auftragsvermittler ist. Sprich: Die Dame nimmt alle Wünsche auf und leitet sie weiter, hat aber nicht den Hauch einer Ahnung vom Preis - nicht einmal ansatzweise. Deswegen haben wir jetzt auch nicht einmal den Hauch einer Ahnung davon, ob die Treppe in unser Budget passt - nicht einmal ansatzweise.
Die dunkelste Holzart, welche die Dame uns präsentieren konnte, war "Wenge". Das ist natürlich auch nicht gerade die preiswerteste. Gut, dass Herr Wechsler dabei war. Denn unser Bauleiter hat sie darauf hingewiesen, dass man ja auch eine günstige Holzart dunkel beizen kann statt sündhaft teure dunkle Holzsorten zu ordern. Doch aufgepasst: Es gab im Laden gar keine Farbskala, auf der man beispielsweise das dunkle Dunkeldunkelbraun vom Typ "63434schlagmichtot" hätte wählen können. Die Dame hat dann irgendsowas wie "Machen Sie's möglichst dunkel" in den Auftragsbogen geschrieben. Ziemlich professionell! Wir hoffen jetzt, dass wir zum Angebot wenigstens das zugesagte Muster erhalten. Wobei: Wenn's zu teuer wird, müssen wir ohnehin neu bemustern. Unsere Treppe wird vom Stil her aber auf jeden Fall so in der Art wie auf dem folgenden Bild (allerdings sind unsere Pfosten, Pfostenköpfe und Geländerstäbe eckig, und die Stufen wie oben beschrieben hoffentlich dunkeldunkelbraun ohne jeden Rotstich):
Den Vogel abgeschossen hat dann die Stadt. Sie hat uns neue Höhenpläne für das Grundstück zugeschickt. Versehen mit dem Vermerk, dass sich im Vergleich zum alten Höhenplan Veränderungen ergeben hätten, die das erste Papier ungültig werden ließen. Dumm nur: Die alten Daten waren de facto deckungsgleich mit den neuen. Und der Vermesser hat auf Anfrage unseres Architekten Stein und Bein geschworen, dass sich die Zahlen auf jeden Fall verändert hätten. Heißt dann wohl: Die Stadt hat uns statt des neuen nochmal den alten Höhenplan zugeschickt. Jetzt hoffen wir, dass die dann vermutlich irgendwann eintrudelnden Anpassungen marginal sind, weil sonst unter Umständen der Bauantrag überarbeitet bzw. der Vermesser nochmal konsultiert werden müsste. Und das würde natürlich Zeit und Geld kosten. Großer Bockmist, den wir jetzt gar nicht brauchen können!
So, das ist der Stand der Dinge. Bis bald!
Janina und Sascha
jetzt geht es Schlag auf Schlag. Wir haben heute gemeinsam mit dem Architekten Lütkenhaus, einem Bausachverständigen, der mit Herrn Lütkenhaus kooperiert, und unserem Bauleiter Lars Wechsler die Baudurchsprache hinter uns gebracht.
Im Grunde war uns gar nicht klar, was denn nun wieder auf uns zukommen würde. Nach 130-minütigem Brüten über Grundrissen und Ansichten müssen wir aber doch sagen, dass es sich gelohnt hat. Im Gäste-WC und im Haupt-Bad haben wir Vorsprünge, die sich zwangsläufig ergeben und den Räumen einen verwinkelten 50er-Jahre-Anstrich verliehen hätten, gnadenlos beerdigt. Sie verschwinden jetzt in deckenhohen Rigips-Wänden. Uns Laien wäre der eine oder andere Vorsprung im Grundriss ehrlich gesagt gar nicht negativ aufgestoßen. Gut, wenn man von außen nochmal darauf hingewiesen wird, wie manch ein Grundriss-Detail in der Realität aussehen wird. In etwa so hat es sich auch mit vier Frontfenstern verhalten, die a) zu klein und b) zu hoch angesetzt waren. Jetzt sieht's hoffentlich gut aus.
Anschließend haben wir noch die beiden Treppen, die Fenster und die zweiflügelige (schreibt man das so?) Haustür bemustert. Die Farbe der folierten Fenster war dank der von Herrn Wechsler mitgebrachten Muster schnell ausgesucht. Auch mit der Tür waren wir in zehn Minuten fertig. Da reichte ein bisschen Blättern im Katalog. Es wird die Tür auf dem Foto unten. Allerdings lassen wir sie wie die Fenster anthrazit folieren, damit das weiß verputzte Haus nicht wie eine Skipiste aussieht. Ach ja, und statt Klarglas kommt ganz leicht satiniertes Glas hinein.
Deutlich komplizierter war's im Treppenstudio in Holzwickede. Vorab: Schon vor längerer Zeit haben wir uns auf folgenden Bodenbelag festgelegt:
Die dunkelste Holzart, welche die Dame uns präsentieren konnte, war "Wenge". Das ist natürlich auch nicht gerade die preiswerteste. Gut, dass Herr Wechsler dabei war. Denn unser Bauleiter hat sie darauf hingewiesen, dass man ja auch eine günstige Holzart dunkel beizen kann statt sündhaft teure dunkle Holzsorten zu ordern. Doch aufgepasst: Es gab im Laden gar keine Farbskala, auf der man beispielsweise das dunkle Dunkeldunkelbraun vom Typ "63434schlagmichtot" hätte wählen können. Die Dame hat dann irgendsowas wie "Machen Sie's möglichst dunkel" in den Auftragsbogen geschrieben. Ziemlich professionell! Wir hoffen jetzt, dass wir zum Angebot wenigstens das zugesagte Muster erhalten. Wobei: Wenn's zu teuer wird, müssen wir ohnehin neu bemustern. Unsere Treppe wird vom Stil her aber auf jeden Fall so in der Art wie auf dem folgenden Bild (allerdings sind unsere Pfosten, Pfostenköpfe und Geländerstäbe eckig, und die Stufen wie oben beschrieben hoffentlich dunkeldunkelbraun ohne jeden Rotstich):
Den Vogel abgeschossen hat dann die Stadt. Sie hat uns neue Höhenpläne für das Grundstück zugeschickt. Versehen mit dem Vermerk, dass sich im Vergleich zum alten Höhenplan Veränderungen ergeben hätten, die das erste Papier ungültig werden ließen. Dumm nur: Die alten Daten waren de facto deckungsgleich mit den neuen. Und der Vermesser hat auf Anfrage unseres Architekten Stein und Bein geschworen, dass sich die Zahlen auf jeden Fall verändert hätten. Heißt dann wohl: Die Stadt hat uns statt des neuen nochmal den alten Höhenplan zugeschickt. Jetzt hoffen wir, dass die dann vermutlich irgendwann eintrudelnden Anpassungen marginal sind, weil sonst unter Umständen der Bauantrag überarbeitet bzw. der Vermesser nochmal konsultiert werden müsste. Und das würde natürlich Zeit und Geld kosten. Großer Bockmist, den wir jetzt gar nicht brauchen können!
So, das ist der Stand der Dinge. Bis bald!
Janina und Sascha
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Das Baugebiet Altenbruch
Der Pfeil zeigt unser Grundstück im Nordwesten mit Südausrichtung.









