Samstag, 17. Dezember 2011

Tag 96 - Innenputz

Heute, am Tag unseres 15.000. Homepage-Besuchers, waren wir kurz auf der Baustelle, um uns die Innenputzarbeiten anzuschauen. Eine Horde von Handwerkern war eifrig am Arbeiten und hat uns ganz nebenbei freundlich gezeigt und erklärt, was wie, wo und wann gemacht wird. Demnach werden die Decken erst verputzt, wenn der Estrich im Haus und begehbar ist. Also 2012.

Verputzte Wand im Wohnzimmer

Blick in eines der drei Kinderzimmer. Der Drempel, der laut Architekt nach Estrich/Bodenaufbau noch 1,17 Meter hoch sein soll und ordentlich Stellfläche bietet, ist schon verputzt.

Drempel im Elternschlafzimmer

Drempel in einem weiteren Kinderzimmer

Der Handwerker-Trupp hat sich übrigens gefragt, warum die deckenhohe Trockenbauwand im Hauptbad nicht gezogen war. Und wir wiederum haben uns gewundert, dass die Wände angeblich (laut einem Handwerker) in Q2-Qualität verputzt wurden und nicht wie von uns in Auftrag gegeben in Q3-Qualität. Fakt ist: Q3 muss definitiv sein, weil wir nur streichen und auf gar keinen Fall Tapeten haben wollen!

Die Rückfrage am Montag ergab: Es wurde offenbar Q3-Qualität verputzt, laut Bauleiter Wechsler sogar Q3+. Wir schauen uns das einfach nochmal mit dem Bausachverständigen gemeinsam an. Dass die Trockenbauwand im Bad fehlt, liegt laut Nienaber wiederum daran, dass wir "in diesem Bereich eine Außenwand haben, die hinter den Abkastungen verputzt werden muss, um KfW70 zu erreichen". Der Putz gehöre "hier nicht nur zum Wandaufbau, für den ENEV, sondern ist hier auch für die Zugdichtigkeit des Gebäudes verantwortlich". Der Trockenbau würde deshalb "im Anschluss" an die Estricharbeiten "geschlossen". Soweit, so gut.

Total beeindruckt war ich (Sascha) vom Spitzboden, den ich wegen meines Schienbeinbruchs heute zum ersten Mal betreten konnte. Wow, ist der riesig! Den Raum (47m2 brutto, also ohne Abzug der Schrägen) hatte ich mir wirklich viel dunkler (die beiden extragroßen Dreiecksfenster machen einen guten Job!), kleiner und vor allem niedriger vorgestellt. Ich konnte trotz meiner 1,92 Meter Länge auf einer sehr, sehr ordentlichen Raumbreite echt richtig kerzengerade stehen. Und in der Mitte ist über meinem Kopf sogar noch massig Luft nach oben. Kommentar eines Verputzers: "Hier können Sie Fußball spielen!" Guter Tipp! Ich google mal, nach günstigen Mini-Toren. Mika wird sich freuen...


Blick von Ost nach West und andersherum...

 ...Blick von West nach Ost.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Tag 93 - Mängel weitgehend behoben

Gute Nachrichten von der Baustelle. Am Dienstag hatten wir den dritten Termin mit unserem Bausachverständigen, dem Bauleiter und der Firma G. bezüglich der nicht fachgerechten Anbringung des Wärmedämmverbundsystems. Zu unserer Überraschung hat sich ein Mitarbeiter der Firma G. bei uns für die vielen Fehler entschuldigt. Diese seien vor allem personellen Problemen (Vorarbeiter krank, Zeitdruck) geschuldet gewesen.

Die Gründe für den Murks waren uns egal, aber immerhin gab es Einsicht, und als Konsequenz deutlich ausgebesserte Arbeiten. Unser Bausachverständiger war zufrieden, es seien nun nur noch Details zu erledigen, ein weiterer Ortstermin vor der Aufbringung des Armierungsputzes wäre nicht mehr erforderlich. An dieser Stelle sei auch noch einmal erwähnt, dass die beiden jüngsten Sachverständigen-Termine auf Kosten der Firma Nienaber gingen. Dort war man wirklich sehr bemüht darum, ordentliche Qualität abzuliefern.

Apropos: Gestern sollte unsere Haustür noch einmal aus- und wieder eingebaut werden, weil laut dem Sachverständigen ein Zwei-Zentimeter-Spalt entstanden war, der nicht fachgerecht gedämmt werden konnte  (Bauschaum ist zu diesem Zweck offenbar nur bis zu einer Breite von 0,5 Zentimetern, aber nicht bis zu zwei Zentimetern erlaubt). Und der Elektriker musste schließlich noch zwei Kabel mit der Ummantelung in die Dosen führen. Da fehlten bislang ein paar Millimeter Ummantelung. Herr Hoff lässt sich diese Nachbesserungen durch Fotos, die unser Bauleiter macht, nachweisen. Aber das wär's dann auch an Beanstandungen.
 
Und so geht's weiter: In dieser Woche wird der Q3-Innnenputz auf Wände und Decken aufgetragen. Übrigens nicht wie ursprünglich geplant von der Firma G. Nienaber Massivhaus hat sich kurzfristig entschlossen, die Arbeiten doch anderweitig zu vergeben. Anfang nächster Woche werden dann die Schläuche der Fußbodenheizung verlegt, und noch vor Weihnachten soll der Estrich ins Haus. Wenn das Wetter es (endlich mal) zulässt, folgen die Dachdeckerarbeiten auf unserer Garage.

Wir nehmen also wieder Fahrt auf. Was man übrigens schon daran sieht, dass die Versorgerarbeiten zwei  Wochen früher als geplant durchgeführt und abgeschlossen werden konnten. Alle Gräben sind inzwischen wieder zugeschüttet. Dickes Dankeschön für Flexibilität, Schnelligkeit und Gründlichkeit an den Versorgerarbeiten-Koordinator Herrn Schwarz und sein Team! Auf ihn können sich alle Altenbruchler echt freuen. Da haben wir schon ganz andere Versorger-Geschichten aus anderen Baugebieten gehört...

Freitag, 9. Dezember 2011

Tag 88 - Schnapszahl und Schnaps

"Wo ist unser Schnaps?" Mit diesen Worten begrüßte mich Sascha. Und ich kann Euch sagen, er sah so gar nicht aus,als sei er in Feierlaune.

Nach dem Lesen des Protokolls von unserem Bausachverständigem Herrn Hoff hatte auch ich ziemliche Lust, zur Flasche zu greifen (was ich aus bekanntem Grund nur leider momentan nicht darf). Aber der Satz unter Punkt 13 (!) trieb einem schon die Tränen in die Augen: "Aufgrund der Vielzahl der Beanstandungen wird das Protokoll diesbezüglich jetzt nicht fortgesetzt."  Das muss man erstmal sacken lassen! Obwohl wir schon wussten, dass Herr Hoff während des Termins am Dienstag etwas gefunden hatte, war uns das Ausmaß bis gestern nicht klar...


Fast alle der Zahl 13 vorausgegangenen Punkte des Prokolls bezogen sich übrigens auf die Dämmung unserer Fassade. Jeder hat eine zweite Chance verdient, klar. Deshalb hatte die Firma G. ja auch bis heute Zeit, an einer Seite unseres Hauses zu demonstrieren, dass sie es besser kann. Also, wenn ich Mist gebaut habe, erwischt werde, und zeigen darf, dass ich es besser kann, dann reiße ich mir ja sowas von den Arsch auf...heute mussten wir aber erfahren, dass das in der Baubranche wohl etwas anders läuft. Zitat Hoff nach dem Begutachten der "ausgebesserten" Fassade: "Das ist ja fast schlimmer als vorher!". Schluck. Klos im Hals.

Nach der Antwort des Vertreters der betreffenden Firma, dass das "halt Handwerk" sei, ging meine Fantasie mit mir durch: Was wäre, wenn ich jetzt einfach ganz doll anfangen würde zu weinen... oder diesen Mann einfach auslachen würde... oder ihn einfach umgrätschen würde, und er rücklings in den gerade von den Versorgern ausgehobenen Graben fiele?

Diese Bilder begleiteten mich noch mit ins Haus und verschwanden erst langsam, als ich mitbekam, dass die von Herrn Hoff im vorigen Protokoll beschriebenen Beanstandungen von den restlichen Firmen ausgebessert oder neu gemacht wurden. Auch Dank der Unterstützung der Firma Nienaber, der sehr daran gelegen ist, dass die von ihr beauftragten Unternehmen ordentliche Resultate abliefern.

Aber was passiert jetzt mit unserem total verbockten Wärmedämmverbundsystem an der Außenfassade? Wir einigten uns mit Bauleiter Wechsler und Herrn Nienaber darauf, dass die Firma G. so lange ausbessern oder von uns aus auch alles neu machen muss, bis Herr Hoff nichts mehr zu beanstanden hat. Alles ohne zusätzliche Kosten für uns. Herr Hoff wird also Termin, um Termin um Termin bei uns haben - bis das WDVS fachgerecht aufgebracht ist. Ist es das nicht, wird auch nicht verputzt. Basta!

Es gibt nur eine Sache, die uns auch heute Nacht wieder unruhig schlafen lassen wird: Unser Innenputz wird auch von der Firma G. gemacht. Aber zum Glück haben wir ja unseren Gutachter Herrn Hoff!

In diesem Sinne: Gute Nacht Herr Hoff, gute Nacht Herr Nienaber, gute Nacht Herr Wechsler, schlechte Nacht Herr G.!

Janina

(Sascha entspannt sich in der Badewanne - wahrscheinlich mit seiner Flasche Schnaps. Man weiß es nicht.)

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Tag 86

Wir sind zwar Großstädter, aber voller Hoffnung, dass wir uns schnell an Waltrop gewöhnen werden. Sogar daran, dass scheinbar unspannende (oder nie getätigte) Aussagen binnen Stunden gänzlich verfremdet (oder erfunden) auch den letzten Winkel der Stadt erreichen und von Jedermann für bare Münze genommen werden. Nur will sich die Region dummerweise offenbar nicht an uns gewöhnen. Ein paar Indizien:

Als "unsere" Baugenehmigung im Briefkasten lag, da war das vor ganz vielen Monden gar nicht unsere, sondern die unserer ebenfalls aus dem Höllenschlund der Metropole flüchtenden Nachbarn. Zugegeben: Interessanter Lesestoff, aber eben nicht der, den wir erwartet hatten!

Als unsere Statik-, Energieeffizienz- und (!) Bodengutachten-Unterlagen im Briefkasten lagen, da stand vor ganz vielen Monden ständig eine Recklinghäuser Adresse nebst Recklinghäuser Lageplan in den Papieren, die durchaus unser künftiges (Waltroper) Haus abbildeten. Es hat Wochen gedauert, die Ersteller davon zu überzeugen, dass wir nicht nach Recklinghausen ziehen wollen. Und dass es diese Straße in Waltrop nicht gibt. Und dass das auf jeder einzelnen der gefühlt 3453453 DINA4-Seiten geändert werden muss - und nicht auf einem Drittel oder auf der Hälfte oder auf zwei Dritteln.

Ach ja, und als heute die sehnlichst erwartete Genehmigung für unsere Erdwärmesonden-Bohrungen in der Post lag, lasen wir: "Sehr geehrte Melanie L..., sehr geehrter Sebastian L...". Kurzer Blick in die Geburtsurkunden. Mensch, so heißen wir ja gar nicht!


Was soll ich sagen, letzterer Fall hat sich verhältnismäßig schnell aufgeklärt. Die Untere Wasserbehörde (ja, sowas gibt's) hatte uns in der Tat einen Freifahrtschein ausgestellt, um auf Jules Vernes' Pfaden zu wandeln und 164 Meter Richtung Mittelpunkt der Erde zu buddeln. Aber das hatten unsere (sympathischen) Altenbruch-Nachbarn Melanie und Sebastian offenbar auch getan. Und so kam dann offenbar eins zum anderen. Nach kurzer Recherche stand...Trommelwirbel...zumindest fest: Das Kassenzeichen auf dem 112-Euro-Überweisungsträger passte hundertprozentig zu unserem Namen. Und das war ja die Hauptsache.

Jetzt sind wir jedenfalls ganz nah dran an unserer ersten eigenen Heizungsanlage, die hoffentlich in Waltrop montiert wird - und nicht in der Maybacher Heide in Recklinghausen. Ganz ehrlich: Wenn sie erstmal läuft, und auf der Rechnung für das gute Stück nicht unser Name, sondern der eines Nachbarn steht, dann sind wir überhaupt gar nicht böse! Dickes Kleinstädter-Ehrenwort!

Dienstag, 6. Dezember 2011

Tag 85 - Wir haben eine Haustür

Unsere Haustür ist heute eingebaut worden. Und bevor die Schutzfolie drüberkommt, haben wir den Augenblick genutzt und ein Foto geschossen.
Morgen gibt's mehr zu berichten. Unser Bausachverständiger war auf der Baustelle und hat die Arbeiten in Augenschein genommen. Die wurden mit Highspeed erledigt. Unfassbar, was bei uns in den vergangenen Tagen los war. Jetzt hoffen wir natürlich, dass auch die Ausführungsqualität stimmt.



Sonntag, 4. Dezember 2011

Tag 83 - von einer Tür und einem Wochenende ohne Einbruch

Man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben, aber Stand Sonntag, 12.55 Uhr, konnten wir an diesem Wochenende noch keinen Einbruch in unser Haus feststellen - und das ist ja fast schon außergewöhnlich. Ein möglicher Grund: Der provisorische Bretterverschlag in der Öffnung zwischen Garage und Speisekammer wurde durch die vom Bauamt geforderte T30-Brandschutztür ersetzt. Und hier ist das gute Stück, das übrigens aus purem Platin bestehen muss. Jedenfalls lässt der Preis das vermuten:



Was wir am Sonntagmorgen sonst noch feststellen konnten: Die Firma Gashi ist mit dem Anbringen des Wärmedämmverbundsystems so gut wie fertig. Wenn es denn soweit ist, kommt der Unterputz - und danach müssen wir auf Petrus hoffen. Gibt's nochmal eine Phase mit Temperaturen von mehr als fünf Grad, kann unsere Fassade noch vor Weihnachten ihren Putz bekommen. Zurzeit sieht's von außen betrachtet so aus:





Weil es auf einer anderen Nienaber-Baustelle zu Verzögerungen gekommen ist, finden die Buddel- und Anschlussarbeiten der Versorger bei uns übrigens schon am kommenden Mittwoch (7. Dezember) und nicht wie ursprünglich geplant erst am 20. Dezember statt. Jedenfalls hat uns unser Bauleiter von dieser festen Absprache mit dem Versorger-Koordinator Herrn Schwarz unterrichtet.

Weil wir auf der Nordseite des Grundstücks viel Manövrierraum haben und die Anschlüsse vorsorglich ein gutes Stück weit aus dem Haus herausgelegt wurden, kann Herr Schwarz Gott sei Dank am Gerüst vorbeiarbeiten und sich durch den Boden wühlen. Wir sind schon gespannt und haben uns extra freigenommen! Darf jetzt bloß nichts mehr dazwischenkommen...

Freitag, 2. Dezember 2011

Tag 81 - Wände im OG stehen, und schon wieder die Polizei im Haus

Wir waren gestern um neun Uhr mit unserem Bauleiter Herrn Wechsler, dem Verantwortlichen für unsere Elektroinstallationen (Dipl.- Ing. Semo Alijevic) und zwei netten Herren der Firma Beuning (Sanitärinstallationen) verabredet, um die jetzt fertiggestellten Wände im Obergeschoss mit unseren Vorstellungen zu beschriften. Zeigleich kümmerte sich Herr Gasni mit seinem Team draußen um die Anbringung des Wärmedämmverbundsystems.

Leider mussten wir entdecken, dass schon wieder eingebrochen wurde. Und diesmal handelte es sich bei den Eindringlingen scheinbar nicht nur um Halbstarke auf der Suche nach einer Partylocation. Es wurde nämlich etwas geklaut: Das Standrohr - nötig für die Gewinnung des Bauwassers! Na toll. Auch Herr Wechsler - von uns wegen der optischen Ähnlichkeit gern als der Peyman Amin der Baustellen bezeichnet - hatte jedenfalls die Schnauze voll und rief die Polizei, um Anzeige gegen unbekannt zu erstatten. Bringt nicht viel! Außer, dass man der Versicherung etwas vorlegen kann. Denn für das Standrohr muss man bei Gelsenwasser alleine 1000 Euro Kaution hinterlegen!

Da wir mittlerweile Zwischenfälle dieser Art gewohnt sind, konnten die Altenbruch-Panzerknacker unsere Freude, endlich alle Zimmer im Obergeschoss begehen zu können, nicht schmälern. Es sieht super aus! Wow! Drei Kinderzimmer! Alle ungefähr gleich groß. Und das Coolste: Schon zwei Monate nach unserem geplanten Einzug im März wird auch das zweite schon bezogen werden...

Es läuft also alles nach Plan! Weiter so!



Das Baugebiet Altenbruch

Das Baugebiet Altenbruch
Der Pfeil zeigt unser Grundstück im Nordwesten mit Südausrichtung.